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Scalabrinianer im Erzbistum Köln

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 Gemeinschaft Jugendseelsorge MCI Köln

 Scalabrini-Haus MSCS

 

Missione Cattolica Italiana
Ursulagartenstrasse 18 - 50668 Köln
Tel. 0221-9138160

Fax 0221-91381613

www.mci-colonia.de

 

 


P. Gildo Baggio - Pfarrer

 

  

P. Valerio Farronato                       P. Gino Marzola


Die Anwesenheit in Köln von italienischen Missionaren kann erst im Jahre 1941 festgestellt werden als noch der Zweite Weltkrieg wütete. P. Turinetti scheint offiziell der erste Priester gewesen zu sein, der als Militärkaplan damit betraut wurde, sich um die meist in den Arbeitslagern befindenden Italiener, in den Gebieten um Essen, Düsseldorf, Aachen, Köln und Trier zu kümmern. Ganz auf sich allein gestellt hatte er in Köln im Kolpinghaus auf der Breitestraße Unterkunft gefunden. Seine Erzählungen sind anrührend und spiegeln die starken Nöten unserer Leute wieder sowie seine Bemühungen, bessere Zustände zu erwirken.

 

P. Turinettis harte Jahre enden mit der Ankunft im Jahre 1951 von Don Vincenzo Mecheroni, der aus Rom geschickt worden war, um sich der Italiener in den Gebieten um Köln, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Wuppertal, Dortmund, Duisburg und Münster anzunehmen. Don Mecheroni findet zunächst einmal Unterkunft in Nippes in der Merheimer Straße, später dann im Hochbunker in der Domstraße 8 und wird Zeuge jenes schwierigen jedoch bemerkenswerten Wirtschaftswunders sowie des sozialen Wiederaufbaus der Nachkriegszeit.

 

Im Jahre 1955 wird seine Aufgabe von Don Aldo Casadei übernommen, der seine Wohnung in der Ursulagartenstraße 16 bezieht.

 

Inzwischen wächst die Notwendigkeit, den religiösen Beistand für unsere Landsleute, deren Zahl ständig steigt, zu koordinieren bzw. zu organisieren, so dass es mehr und mehr erforderlich wird, eine Struktur zu schaffen die als Treffpunkt und Anlaufstelle dient. Der Gedanke einer Katholischen Mission für italienische Migranten nimmt Gestalt an und 1960 wird dieses Projekt den Missionaren der Scalabrini Patres anvertraut, welches durch P. Giuseppe Zanatta verwirklicht wird, der wiederum Leiter der Mission in Köln wird.

 

Im Jahre 1961 wird der gegenwärtige Sitz, ein vierstöckiges Gebäude in der Ursulagartenstraße 18 eingeweiht. Das Haus besteht aus zwei großen Sälen, mehrere Büros, sowie den Wohnungen der Missionare und der Schwestern vom Göttlichen Willen, die am 26.11.1961 nach Köln gekommen sind.

 

Nach verschiedenen Wechselfällen und provisorischen Lösungen wird dem logistischen Sitz auch noch ein liturgischer Sitz zugewiesen: am 10. April 1965 wird die herrliche barocke Kirche von St. Mariä Himmelfahrt, obwohl sie nach den Bombenschäden des Zweiten Weltkrieges, die sie fast dem Erdboden gleich gemacht hatten, noch nicht vollständig wieder aufgebaut worden war, zur Kirche der Italiener in Köln. Dies wird sie dann auch endgültig ab 1977 bei Beendigung der Arbeiten.

 

Im Laufe der Jahre erstreckt sich die seelsorgerische Tätigkeit der Missionare vom Hauptsitz im Zentrum der Stadt auch in die Viertel am Rande der Stadt, wo sich unsere Landsleute in größer Zahl nieder gelassen haben und zwar besonders in Kalk, Nippes, Ehrenfeld, Mülheim und der Kölner Südstadt.

 

P. Giuseppe Zanatta werden weitere Missionare folgen und seinen Platz einnehmen wie: P. Ferruccio Agugiaro, P. Pietro Rubin, P. Angelo Negrini, P. Tarcisio Rubin. In den 70er Jahren folgen P. Giancarlo Cordani, P. Gabriele Parolin, P. Innocenzo Cardellini; in den 80ern P. Mario Raccanello, P. Beniamino Rossi, und in den 90er Jahren P. Daniele Sartori, P. Arcangelo Maira, und der jetzige Leiter P. Gildo Baggio, der von P. Pietro Spillere und P. Gino Marzola unterstützt wird.

 

In der Mission wohnt auch P. Tobias Kessler, der für die Seelsorge an fremdsprachige Jugendliche des Erzbistums Köln verantwortlich ist.

 

Zahlreich und mannigfaltig sind seither die seelsorgerischen Aktivitäten und Initiativen, die die Missionare in die Wege geleitet haben, gewesen. Ihr Engagement und ihr wirken war nicht nur auf die Entwicklung und der Festigung ihrer seelsorgerischen Tätigkeit beschränkt. Um ihren italienischen Landsleuten die Gelegenheit einer beruflichen und einer persönlichen Bildung zu beben, haben P. Luigi Zonta zunächst und P. Giancarlo Cordani danach ein großes Vorhaben verwirklicht und im März 1970 in den Räumen der Mission „Abendkurse für die Erlangung des Abschlusses der Mittelschule sowie des Diploms als Grundschullehrer für italienische Kinder" für junge Migranten geschaffen. Daraus hat sich später das Istituto Scolastico Italiano G. B. Scalabrini (ISIS) entwickelt, das viele junge Menschen erfolgreich ins Berufsleben eingeführt hat. Zu jenen anfänglichen Abendkursen ist der Tagesunterricht in Berufsbildenden Schulen für Handel und Sprachen hinzugekommen. 1976 ist das ISIS, verwaltungsrechtlich an das Erzbistum Köln übergegangen, welches diese Initiative mit der Unterstützung der Missionare bis Juli 1999 weiter geführt hat. Über dreitausend italienische Arbeiter haben die Mittelschule abgeschlossen und ungefähr eintausend Junge Leute die Hochschulreife erlangt.

 

Und die Geschichte wiederholt sich: im Jahre 1997 hat die Mission erneut, auch wenn nur für ein Jahr, ihre Räumlichkeiten einer Schule zur Verfügung gestellt. Diesmal handelt es sich um das Istituto Italo Svevo, eine mutige Initiative die der aus der Erfahrung des ISIS entsprungen ist.